⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 31.05.2026
Die Wiener Festwochen haben den für den 7. Juni 2026 geplanten Auftritt des Tech-Milliardärs Peter Thiel abgesagt. Diese Entscheidung wurde aufgrund kritischer Stimmen und politischer Bedenken getroffen.
- Peter Thiel sollte am 7. Juni 2026 sprechen.
- Absage erfolgt nach intensiven Diskussionen.
- Kritik an der Entscheidung kommt von der FPÖ.
- Datum der Absage: 31.05.2026
- Geplanter Termin: 7. Juni 2026
- Veranstaltungsort: Hotel Intercontinental, Wien
Die Wiener Festwochen haben am 31. Mai 2026 den geplanten Auftritt des Tech-Milliardärs Peter Thiel abgesagt. Thiel sollte am 7. Juni 2026 im Hotel Intercontinental in Wien an einer Diskussion teilnehmen, die unter dem Titel ‚Armageddon und Antichrist? Von der Theologie zur Realpolitik‘ geplant war. Die Entscheidung zur Absage wurde von Milo Rau, dem Intendanten der Festwochen, und der Geschäftsführerin Artemis Vakianis getroffen.
In einer offiziellen Aussendung erklärten die Festwochen, dass die Entscheidung nach eingehender Reflexion unterschiedlicher Positionen getroffen wurde. Obwohl die Durchführung der Veranstaltung durch ein positives Stimmungsbild im ‚Rat der Republik‘ und eine einstimmig positive Einschätzung von drei externen Experten nahegelegt wurde, sahen sich die Festwochen einer wachsenden Anzahl kritischer Stimmen gegenüber.
Die kritischen Stimmen, die sich gegen Thiels Auftritt richteten, wurden als zunehmend politisch und ethisch motiviert wahrgenommen. In der Aussendung wurde darauf hingewiesen, dass diese Absagen in ihrer Gesamtheit die diesjährigen Festwochen in einem untragbaren Umfang schwächen würden. Daher wurde die Entscheidung getroffen, die Debatte mit Thiel abzusagen.
Intendant Milo Rau äußerte, dass er die kritischen Stimmen sehr ernst nehme. Er betonte, dass ein Beharren auf der Veranstaltung im Widerspruch zu seiner Wertschätzung für das künstlerische Programm und alle daran Beteiligten stünde. Die Absage sei eine Verantwortung, die er für das Gesamtprogramm trage.
Am Freitagnachmittag, vor der Absage, hatten die Festwochen selbst zu einer Debatte geladen, um die Frage zu erörtern, ob Thiel ein Forum geboten werden sollte. Thiel ist bekannt dafür, dass er gegen freiheitliche Demokratie und Multilateralismus eintritt, was zu einer intensiven Diskussion über seine Person und seine Ideologie führte. Kritiker bezeichneten ihn als einen der einflussreichsten Proponenten der Silicon-Valley-Rechten.
Die Reaktionen auf die Absage waren gemischt. Besonders die FPÖ äußerte sich kritisch und bezeichnete die Entscheidung als ein demokratie- und kulturpolitisches Desaster. Der Wiener FPÖ-Kultursprecher Lukas Brucker forderte die sofortige Absetzung von Milo Rau sowie die Rückforderung aller Fördermittel und einen künftigen Förderstopp.
Die ÖVP äußerte ebenfalls Bedenken gegenüber der Absage und stellte die Frage in den Raum, ob die Festwochen weiterhin als Ort des offenen Diskurses fungieren könnten. Diese Entwicklungen werfen ein Licht auf die Herausforderungen, vor denen kulturelle Veranstaltungen heute stehen, insbesondere wenn es um kontroverse Persönlichkeiten geht.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Absage von Peter Thiels Auftritt bei den Wiener Festwochen ein komplexes Thema aufwirft, das die Spannungen zwischen Kunst, Kultur und Politik widerspiegelt. Die Diskussion über die Grenzen des offenen Diskurses und die Verantwortung der Veranstalter wird in den kommenden Wochen und Monaten sicherlich weitergeführt werden.
Häufige Fragen

Warum wurde Peter Thiel ausgeladen?
Wann war der geplante Auftritt von Peter Thiel?
Wer hat die Entscheidung zur Absage getroffen?
Welche Themen sollten bei der Veranstaltung diskutiert werden?
Wie reagierte die FPÖ auf die Absage?
Quellen: wien.orf.at · derstandard.at · diepresse.com
Symbolbild: Absage des Auftritts von Peter Thiel · Bild: jurvetson (CC BY 2.0) – https://www.flickr.com/photos/44124348109@N01/15448437356
