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    Start » AMS: Verband warnt vor Einschnitten in der Arbeitsmarktpolitik
    Politik

    AMS: Verband warnt vor Einschnitten in der Arbeitsmarktpolitik

    Anna HeinzelsBy Anna Heinzels2. Juni 2026Keine Kommentare4 Mins Read
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    AMS und Arbeitsmarktpolitik in Österreich
    Symbolbild: AMS und Arbeitsmarktpolitik in Österreich · Bild: ITU Pictures (CC BY 2.0) – https://www.flickr.com/photos/42121221@N07/9199344827
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    ⏱ 2 Min. Lesezeit · Stand: 02.06.2026

    Der Verband Österreichs Personaldienstleister (ÖPDL) warnt in einem offenen Brief vor den möglichen negativen Folgen geplanter Einsparungen im Arbeitsmarkt, die die Arbeitslosigkeit erhöhen könnten.

    Das Wichtigste in Kürze

    • ÖPDL fordert Erhalt des "Zwischenparkens" beim AMS.
    • Geplante Reformen könnten Beschäftigung gefährden.
    • Besonders betroffen sind Branchen mit saisonalen Schwankungen.
    📖 Inhaltsverzeichnis

    1. Was ist das "Zwischenparken" beim AMS?
    2. Geplante Einsparungen und deren Folgen
    3. Wirtschaftliche Auswirkungen auf betroffene Branchen
    4. Widerstand gegen die Wiedereinführung der Auflösungsabgabe
    5. Fazit
    6. Häufige Fragen

    Der Verband Österreichs Personaldienstleister (ÖPDL) hat in einem offenen Brief an die Regierung und die Sozialpartner eindringlich vor den geplanten Einschnitten in der Arbeitsmarktpolitik gewarnt. Diese Einschnitte, die im Doppelbudget für die Jahre 2027 und 2028 vorgesehen sind, könnten zu einer Erhöhung der Arbeitslosigkeit führen und den Wirtschaftsstandort Österreich schwächen.

    Was ist das „Zwischenparken“ beim AMS?

    AMS und Arbeitsmarktpolitik in Österreich
    Symbolbild: AMS und Arbeitsmarktpolitik in Österreich · Bild: tausend und eins, fotografie (CC BY 2.0) – https://www.flickr.com/photos/74568665@N03/11450746644

    Das „Zwischenparken“ ist ein Modell, das es Unternehmen ermöglicht, Beschäftigte bei vorübergehenden Auftragsschwankungen abzumelden. Während dieser Phase können die betroffenen Mitarbeiter Arbeitslosengeld beziehen oder an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen. Dieses bewährte Instrument hat sich als wesentlich zur Stabilisierung von Beschäftigung erwiesen und wird von vielen Unternehmen als wichtig erachtet.

    Geplante Einsparungen und deren Folgen

    Die Regierung plant Einsparungen von rund 200 Millionen Euro pro Jahr, was aus Sicht des ÖPDL einen unnötigen Eingriff in ein funktionierendes System darstellt. ÖPDL-Präsident Roland Fürst betont, dass die zusätzlichen Auflagen, die mit den Einsparungen einhergehen, die Beschäftigung verteuern und neue bürokratische Hürden schaffen würden. Dies könnte insbesondere Branchen mit starken saisonalen oder konjunkturellen Schwankungen, wie dem Bauwesen, dem Tourismus und der Industrie, stark belasten.

    Wirtschaftliche Auswirkungen auf betroffene Branchen

    Fakten auf einen Blick

    • Einsparungen von rund 200 Millionen Euro pro Jahr im Doppelbudget 2027/’28 geplant.
    • Das Modell des "Zwischenparkens" beim AMS soll reformiert werden.
    • 700 Millionen Euro jährliche Kosten für den Staat durch das Zwischenparken.
    • Wirtschaftsstandorte gefährdet durch geplante Einschnitte.

    Die Sorgen sind besonders groß im Pflegebereich, wo viele Einrichtungen auf flexible Personalmodelle angewiesen sind, um kurzfristige Ausfälle oder personelle Engpässe auszugleichen. Laut ÖPDL-Vizepräsidentin Karin Hamminger könnte die Abschaffung des „Zwischenparkens“ dazu führen, dass Unternehmen häufiger zu dauerhaften Kündigungen greifen müssen, was die Fachkräftebindung erschwert.

    Widerstand gegen die Wiedereinführung der Auflösungsabgabe

    Im Zuge der aktuellen Budgetverhandlungen wird auch über die Wiedereinführung der sogenannten Auflösungsabgabe diskutiert. Diese Abgabe, die 2020 abgeschafft wurde, könnte Unternehmen erneut belasten, insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, lehnt diesen Vorschlag entschieden ab. Er argumentiert, dass die Abgabe keine nachweisbare Lenkungswirkung hatte und die Bürokratie nur unnötig erhöht hat.

    Fazit

    Die aktuellen Diskussionen um Einsparungen im Arbeitsmarkt und die möglichen Reformen beim AMS werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, vor denen Unternehmen in Österreich stehen. Der ÖPDL fordert, bewährte Modelle wie das „Zwischenparken“ zu erhalten, um die Beschäftigung zu sichern und Fachkräfte im Land zu halten. Die kommenden Entscheidungen der Regierung werden entscheidend für die Zukunft des Arbeitsmarktes in Österreich sein.

    Häufige Fragen

    Was ist das "Zwischenparken" beim AMS?
    Das "Zwischenparken" ermöglicht es Unternehmen, Beschäftigte bei vorübergehenden Auftragsschwankungen abzumelden, während diese Arbeitslosengeld beziehen oder an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen.
    Welche Einsparungen sind im Doppelbudget 2027/’28 geplant?
    Die geplanten Einsparungen belaufen sich auf rund 200 Millionen Euro pro Jahr, was die Arbeitsmarktpolitik in Österreich erheblich beeinflussen könnte.
    Warum warnt der ÖPDL vor den Einschnitten?
    Der ÖPDL warnt, dass die Einschnitte zu mehr Arbeitslosigkeit und einer Schwächung des Wirtschaftsstandorts führen könnten, da bewährte Instrumente zur Beschäftigungssicherung abgeschafft werden sollen.
    Wie könnten die Einsparungen die Wirtschaft beeinflussen?
    Die Einsparungen könnten besonders Branchen mit saisonalen Schwankungen, wie Bau und Tourismus, stark belasten und zu häufigeren dauerhaften Kündigungen führen.
    Was fordert der ÖPDL konkret?
    Der ÖPDL fordert die Regierung auf, funktionierende Modelle wie das "Zwischenparken" beizubehalten, um die Beschäftigung zu sichern und Fachkräfte im Unternehmen zu halten.
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    Quellen: finanz.at · kurier.at · meinbezirk.at

    Symbolbild: AMS und Arbeitsmarktpolitik in Österreich · Bild: ITU Pictures (CC BY 2.0) – https://www.flickr.com/photos/42121221@N07/9199344827

    AMS AMS Einsparungen Arbeitsmarkt Einsparungen ÖPDL Österreich
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