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    Start » Strompreise: Neue Entlastungsmaßnahmen in Österreich
    Politik

    Strompreise: Neue Entlastungsmaßnahmen in Österreich

    Sebastian StehleBy Sebastian Stehle2. Juni 2026Keine Kommentare4 Mins Read
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    Aktuelle Entwicklungen zu Strompreisen in Österreich
    Symbolbild: Aktuelle Entwicklungen zu Strompreisen in Österreich · Bild: RecondOil (CC BY 2.0) – https://www.flickr.com/photos/137585906@N04/38575846594
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    ⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 02.06.2026

    Die österreichische Regierung hat am Ende Mai 2026 neue Maßnahmen zur Entlastung der Strompreise beschlossen. Diese sollen sowohl Haushalte als auch energieintensive Unternehmen unterstützen.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Neuer Mechanismus zur Deckelung der Strompreise
    • Industriestrompreis wird 2027 eingeführt
    • Regulierungsbehörde E-Control überwacht die Preise
    📖 Inhaltsverzeichnis

    1. Was geschah bei der Beschlussfassung?
    2. Details zu den Entlastungsmaßnahmen
    3. Hintergrund zur Energiekrise
    4. Fazit
    5. Häufige Fragen

    Am 2. Juni 2026 hat die österreichische Regierung einen neuen Mechanismus zur Deckelung der Strompreise beschlossen. Diese Maßnahme, die als Reaktion auf die anhaltende Energiekrise eingeführt wurde, zielt darauf ab, sowohl Haushalte als auch energieintensive Unternehmen zu entlasten. Die Strompreisbremse, die vor vier Jahren ins Leben gerufen wurde, wird nun durch einen neuen Krisenmechanismus ergänzt, der aktiv wird, wenn die Strompreise an der Börse und für Haushalte stark ansteigen.

    Was geschah bei der Beschlussfassung?

    Aktuelle Entwicklungen zu Strompreisen in Österreich
    Symbolbild: Aktuelle Entwicklungen zu Strompreisen in Österreich · Bild: bobfamiliar (CC BY 2.0) – https://www.flickr.com/photos/38284634@N00/6828203382

    Ende Mai 2026 einigte sich die Regierungskoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS auf die neuen Maßnahmen. Der Mechanismus zur Deckelung der Strompreise soll aktiviert werden, wenn der Arbeitspreis für Haushalte über einen Zeitraum von drei Monaten hinweg über 16,5 Cent je Kilowattstunde liegt und die Großhandelspreise ebenfalls über 165 Euro pro Megawattstunde steigen. In einem solchen Fall wird der Arbeitspreis für Strom für ein Grundkontingent von 2.900 Kilowattstunden auf 10 Cent netto gedeckelt.

    Die Regulierungsbehörde E-Control wird diese Preise monatlich überprüfen, um sicherzustellen, dass die Maßnahmen wirksam sind. Oberhalb dieser Grenze bleibt der Marktpreis bestehen, was Sparanreize für die Verbraucher schaffen soll.

    Details zu den Entlastungsmaßnahmen

    Fakten auf einen Blick

    • Datum: 02.06.2026
    • Strompreisbremse: Gilt für 2.900 kWh
    • Maximaler Preis: 10 Cent netto für Haushalte
    • Industriestrompreis ab 2027
    • Förderung: Bis zu 50% des Verbrauchs

    Zusätzlich zur Strompreisbremse wird es auch einen vergünstigten Industriestrompreis geben, der ab 2027 eingeführt werden soll. Dieser Preis richtet sich an energieintensive Betriebe, die mindestens eine Gigawattstunde pro Jahr verbrauchen. Laut EU-Beihilfenrecht können maximal 50 Prozent des energieintensiven Stromverbrauchs eines Unternehmens gefördert werden. Diese Förderung soll dann rückwirkend jährlich ausgezahlt werden und den Strompreis auf 5 Cent pro Kilowattstunde drücken.

    Die Regierung plant zudem, den bestehenden Stromkostenausgleich für energieintensive Unternehmen bis 2029 zu verlängern. Durch diese Ausweitung werden künftig rund 120 Unternehmen anstelle von bisher 60 von den Maßnahmen profitieren.

    Hintergrund zur Energiekrise

    Die aktuelle Energiekrise hat in den letzten Jahren zu einem Anstieg der Strompreise geführt, was sowohl Haushalte als auch Unternehmen stark belastet hat. Laut der Regulierungsbehörde E-Control hat Österreich im vergangenen Jahr mehr Strom aus dem Ausland importiert. Dies hat die Abhängigkeit von externen Energiequellen erhöht, was die Notwendigkeit unterstreicht, die heimische Energieproduktion auszubauen.

    In Oberösterreich sind mehrere Windkraftprojekte in Planung, um die Abhängigkeit von importiertem Strom zu reduzieren. Allerdings stoßen diese Projekte auf erheblichen Widerstand in der Bevölkerung. Experten, wie Leonhard Schitter, der CEO der Energie AG, betonen die Bedeutung der Windkraft als zukunftsträchtige Energieform, da sie auch im Winter Energie liefern kann und eine hohe Verfügbarkeit aufweist.

    Fazit

    Die neuen Maßnahmen der österreichischen Regierung zur Deckelung der Strompreise sind ein wichtiger Schritt, um Haushalte und Unternehmen in Zeiten steigender Energiepreise zu entlasten. Die Einführung eines vergünstigten Industriestrompreises und die Fortführung des Stromkostenausgleichs zeigen, dass die Regierung auf die Herausforderungen der Energiekrise reagiert. Zukünftige Entwicklungen in der Energiepolitik werden entscheidend sein, um die Abhängigkeit von ausländischen Energiequellen zu verringern und nachhaltige Lösungen für die Energieversorgung in Österreich zu finden.

    Häufige Fragen

    Was ist die Strompreisbremse?
    Die Strompreisbremse ist ein Mechanismus, der die Strompreise für Haushalte auf maximal 10 Cent netto pro Kilowattstunde deckelt, wenn die Marktpreise über bestimmte Grenzen steigen.
    Wie wird der neue Krisenmechanismus aktiviert?
    Der Mechanismus wird aktiviert, wenn der Arbeitspreis für Haushalte über 16,5 Cent pro Kilowattstunde und die Großhandelspreise über 165 Euro pro Megawattstunde liegen.
    Wann wird der vergünstigte Industriestrompreis eingeführt?
    Der vergünstigte Industriestrompreis soll im Jahr 2027 in Kraft treten und richtet sich an Unternehmen, die mindestens eine Gigawattstunde pro Jahr verbrauchen.
    Wie lange gilt die Strompreisbremse?
    Die Strompreisbremse gilt für ein Grundkontingent von 2.900 Kilowattstunden und wird regelmäßig überprüft.
    Was passiert nach der Krise?
    Nach dem Abklingen der Krise ist ein dreimonatiger Nachlauf vorgesehen, um einen abrupten Anstieg der Strompreise zu vermeiden.
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    Quellen: ooe.orf.at · derstandard.at · kleinezeitung.at

    Symbolbild: Aktuelle Entwicklungen zu Strompreisen in Österreich · Bild: RecondOil (CC BY 2.0) – https://www.flickr.com/photos/137585906@N04/38575846594

    E-Control Energiekrise Energiepolitik Österreich Österreichische Regierung Strompreisbremse Strompreise
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