⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 03.06.2026
Die USA haben 60 Volkswirtschaften neue Zölle angedroht, weil diese nicht ausreichend gegen Importe aus mutmaßlicher Zwangsarbeit vorgehen. Die Maßnahmen sollen ab Juli 2026 in Kraft treten.
- Neue Zölle zwischen 10% und 12,5% angekündigt
- Einwände können bis 6. Juli geltend gemacht werden
- US-Handelsbeauftragter kritisiert ungleiche Wettbewerbsbedingungen
Am 3. Juni 2026 haben die USA angekündigt, neuen Zöllen auf Importe aus 60 Volkswirtschaften zu erheben. Diese Entscheidung wurde vom Büro des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer mitgeteilt. Der Hauptgrund für die neuen Zölle ist, dass viele dieser Länder nicht ausreichend gegen die Einfuhr von Produkten vorgehen, die unter mutmaßlicher Zwangsarbeit hergestellt wurden.
Was sind die neuen Zölle und wer ist betroffen?

Die geplanten Zölle werden zwischen 10% und 12,5% liegen. Die niedrigeren Sätze gelten für Länder, die bereits Einfuhrverbote für Waren aus Zwangsarbeit verhängt haben oder dies zugesagt haben. Zu den betroffenen Ländern zählen die Europäische Union, Großbritannien, die Schweiz, sowie Staaten in Afrika, Asien und Lateinamerika, Kanada und China.
Die Zölle sollen nicht sofort in Kraft treten. Zunächst haben die betroffenen Länder die Möglichkeit, bis zum 6. Juli 2026 Einwände gegen die Zollmaßnahmen geltend zu machen. Am 7. Juli 2026 ist eine Anhörung geplant, die weitere Details zur Umsetzung der Zölle klären soll.
Hintergrund der Zollpolitik
- Ankündigung: 03.06.2026
- Einwände bis: 06.07.2026
- Anhörung: 07.07.2026
- Zollsätze: 10% bis 12,5%
- Betroffene Länder: EU, Großbritannien, China, Kanada
Die Zollpolitik der Trump-Regierung hat in der Vergangenheit immer wieder für Kontroversen gesorgt. Der US-Handelsbeauftragte Greer erklärte, dass es inakzeptabel sei, dass wichtige Handelspartner der USA nicht gegen die Einfuhr von Waren vorgehen, die unter Einsatz von Zwangsarbeit hergestellt wurden. Dies führe dazu, dass US-Arbeitnehmer unter ungleichen Wettbewerbsbedingungen konkurrieren müssten.
Greer stützt sich auf eine Untersuchung, die im März 2026 begonnen wurde. Diese Untersuchung befasst sich mit dem Versäumnis verschiedener Volkswirtschaften, wirksame Einfuhrverbote für Waren aus Zwangsarbeit zu erlassen und durchzusetzen. Die Maßnahmen werden als notwendig erachtet, um die Handelsbilanz der USA zu stabilisieren und gleichzeitig als Einnahmequelle zu fungieren.
Reaktionen auf die angekündigten Zölle
Die Reaktionen auf die Ankündigung der neuen Zölle sind unterschiedlich. China hat die Maßnahmen scharf kritisiert und betont, dass es sich stets gegen Zoll- und Handelskriege ausgesprochen hat. Laut der Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, gibt es in China keine Zwangsarbeit, und die Zollmaßnahmen wären nicht im Interesse beider Seiten.
Die EU, Großbritannien und andere betroffene Länder stehen ebenfalls unter Druck, ihre Handelspraktiken zu überdenken, um mögliche negative Auswirkungen durch die neuen Zölle zu vermeiden.
Fazit
Die Ankündigung neuer Zölle durch die USA stellt einen weiteren Schritt in der umstrittenen Zollpolitik der Trump-Regierung dar. Die betroffenen Länder haben bis zum 6. Juli 2026 Zeit, um Einwände zu erheben, bevor die Anhörung am 7. Juli 2026 stattfindet. Die Entwicklungen in den kommenden Wochen könnten erhebliche Auswirkungen auf die internationalen Handelsbeziehungen haben.
Häufige Fragen
Was sind die neuen Zölle der USA?
Wann treten die neuen Zölle in Kraft?
Welche Länder sind betroffen?
Was ist der Hintergrund dieser Zollpolitik?
Wie reagiert China auf die neuen Zölle?
Quellen: spiegel.de · sueddeutsche.de · handelsblatt.com
Symbolbild: Zollpolitik und Handelsbeziehungen · Bild: International Trade Centre (CC BY 2.0) – https://www.flickr.com/photos/124788573@N04/48000257468
