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    Wirtschaft

    Frank Gruppe verlagert Landtechnik-Produktion nach Ungarn

    Anna HeinzelsBy Anna Heinzels2. Juni 2026Keine Kommentare4 Mins Read
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    Schließung des Standorts Torgau in der Landtechnik
    Symbolbild: Schließung des Standorts Torgau in der Landtechnik · Bild: Susanlenox (CC PDM 1.0) – https://www.flickr.com/photos/29710534@N05/5109784499
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    ⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 02.06.2026

    Die Frank Gruppe schließt ihren traditionsreichen Standort in Torgau und verlagert die Fertigung nach Ungarn. Dies hat weitreichende Folgen für die Belegschaft.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Traditionsstandort Torgau schließt im Herbst 2026
    • Produktion wird nach Ungarn verlagert
    • Hohe Lohnkosten in Deutschland als Hauptgrund
    Fakten auf einen Blick

    • Standort Torgau wird im Herbst 2026 geschlossen
    • 15 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz
    • Verlagerung der Produktion von Federzinken nach Ungarn

    Die Frank Gruppe hat bekannt gegeben, dass sie die Produktion von Federzinken vom sächsischen Standort Torgau nach Ungarn verlagern wird. Diese Entscheidung führt zur Schließung des traditionsreichen Werks im Herbst 2026 und betrifft die Belegschaft erheblich. Der Standort Torgau, der auf eine über 100-jährige Geschichte in der Fertigung von landtechnischen Werkzeugen zurückblickt, wird damit ein Kapitel der deutschen Landtechnikfertigung schließen.

    Die Verlagerung ist Teil einer umfassenden Strategie der Frank Gruppe, die sich als Zulieferer für die internationale Landtechnikindustrie zunehmend als Vollsortimenter im Bereich Verschleißteile positioniert. CEO Dr. Frank Grote beschreibt diesen Schritt als notwendigen technologischen Fortschritt, um die Produktionsstruktur zu modernisieren und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

    Die Entscheidung zur Schließung des Standorts Torgau wurde maßgeblich durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland beeinflusst. Annika Braun, Sprecherin der Frank Gruppe, erläutert, dass insbesondere die hohen Lohnkosten und der hohe Personalbedarf aufgrund nicht-automatisierter Fertigungsprozesse die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts gefährden. Diese Faktoren haben dazu geführt, dass die Frank Gruppe die Fertigung nach Ungarn verlagert, wo die Kostenstruktur günstiger ist.

    Die Schließung des Standorts hat direkte Auswirkungen auf die Mitarbeiter. Laut Unternehmensangaben werden etwa 15 Mitarbeiter aus der Produktion ihre Stellen verlieren. Für andere Beschäftigte werden jedoch innerbetriebliche Lösungen geprüft, insbesondere in Bereichen wie dem Vertrieb. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Auswirkungen der Schließung auf die Belegschaft abzumildern.

    Der Standort Torgau hat eine lange Geschichte, die bis ins Jahr 1878 zurückreicht, als die Firma Wilhelm Stoll gegründet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich der Betrieb zum VEB Landmaschinenbau Torgau (Lamator) und war in den Spitzenzeiten mit bis zu 1500 Beschäftigten in der Fertigung von Schneidwerken für Mähdrescher und Federzinken für die Landwirtschaft tätig. Nach der Wiedervereinigung wechselte der Standort mehrfach den Eigentümer, bevor 2022 die Frank Walz- und Schmiedetechnik GmbH übernahm.

    Die aktuelle Situation in der deutschen Landwirtschaft ist von einer allgemeinen Krise geprägt. Hohe Produktionskosten, strenge Auflagen und sinkende Erzeugerpreise setzen viele Betriebe unter Druck. Diese Entwicklungen beeinflussen nicht nur die Frank Gruppe, sondern auch andere Unternehmen in der Branche, wie beispielsweise die Herbert Dammann GmbH, die kürzlich Insolvenz anmelden musste. Die Marktsituation erfordert von den Unternehmen Anpassungen und strategische Entscheidungen, um in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld bestehen zu können.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Schließung des Standorts Torgau ein bedeutendes Ereignis in der deutschen Landtechnik darstellt. Die Frank Gruppe verfolgt mit der Verlagerung ihrer Produktion nach Ungarn das Ziel, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und sich auf die Herausforderungen des internationalen Marktes vorzubereiten. Die Auswirkungen auf die Belegschaft und die Branche insgesamt sind erheblich und werden in den kommenden Monaten weiterhin beobachtet werden müssen.

    Häufige Fragen

    Schließung des Standorts Torgau in der Landtechnik
    Symbolbild: Schließung des Standorts Torgau in der Landtechnik · Bild: BiblioArchives / LibraryArchives (CC BY 2.0) – https://www.flickr.com/photos/28853433@N02/4678564541
    Warum schließt die Frank Gruppe den Standort in Torgau?
    Die Schließung erfolgt aufgrund hoher Lohnkosten und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in Deutschland, die den Standort im internationalen Vergleich nicht wettbewerbsfähig machen.
    Was passiert mit den Mitarbeitern in Torgau?
    Etwa 15 Mitarbeiter werden ihren Arbeitsplatz verlieren, während für andere Beschäftigte innerbetriebliche Lösungen gesucht werden, insbesondere im Vertriebsbereich.
    Welche Produkte werden in Ungarn produziert?
    In Ungarn sollen neben klassischen Federzinken auch Großfederzinken und Double-Coiler verstärkt gefertigt werden.
    Wie lange besteht der Standort Torgau bereits?
    Der Standort Torgau hat eine über 100-jährige Geschichte in der Fertigung von landtechnischen Werkzeugen, die bis ins Jahr 1878 zurückreicht.
    Was sind die langfristigen Ziele der Frank Gruppe?
    Die Frank Gruppe strebt an, ihre Produktionsstruktur zu modernisieren und sich als Vollsortimenter im Bereich Verschleißteile für die internationale Landtechnikindustrie zu positionieren.
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    Quellen: agrarheute.com · bauernzeitung.de · bild.de

    Symbolbild: Schließung des Standorts Torgau in der Landtechnik · Bild: Susanlenox (CC PDM 1.0) – https://www.flickr.com/photos/29710534@N05/5109784499

    Frank Gruppe Landtechnik Produktion Torgau Ungarn
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