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    Start » Marla Svenja Liebich: Auslieferung nach Deutschland angeordnet
    Gesellschaft & Kultur

    Marla Svenja Liebich: Auslieferung nach Deutschland angeordnet

    Sebastian StehleBy Sebastian Stehle1. Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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    Gericht in Pilsen, wo Liebich verhandelt wurde.
    Symbolbild: Gericht in Pilsen, wo Liebich verhandelt wurde. · Bild: Leonhard Lenz (CC CC0 1.0) – https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=149199133
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    ⏱ 2 Min. Lesezeit · Stand: 01.06.2026

    Das Landgericht im tschechischen Pilsen hat die Auslieferung von Marla Svenja Liebich nach Deutschland angeordnet. Der verurteilte Rechtsextremist kann gegen diese Entscheidung Beschwerde einlegen.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Liebich wurde wegen Volksverhetzung verurteilt.
    • Er hat seinen Namen und Geschlecht geändert.
    • Die Auslieferung ist noch nicht rechtskräftig.
    Fakten auf einen Blick

    • Urteil: 1,5 Jahre Haft
    • Verurteilung: Juli 2023
    • Festnahme: April 2026
    • Ort: Pilsen, Tschechien
    • Auslieferungsantrag: Halle (Saale)

    Das Landgericht im tschechischen Pilsen hat am 1. Juni 2026 die Auslieferung von Marla Svenja Liebich, einem verurteilten Rechtsextremisten, nach Deutschland angeordnet. Diese Entscheidung wurde von der Nachrichtenagentur dpa und dem tschechischen Portal »Deník N« bestätigt. Liebich, der seinen Namen und Geschlecht von Sven auf Marla Svenja geändert hat, hat nun die Möglichkeit, gegen dieses Urteil Beschwerde einzulegen.

    Marla Svenja Liebich, 55 Jahre alt, war im Juli 2023 in Deutschland wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Freiheitsstrafe von 1,5 Jahren verurteilt worden. Nach dieser Verurteilung beantragte Liebich die Änderung seines Geschlechts und seines Namens, was von vielen als Provokation angesehen wird. Kritiker werfen ihm vor, das Selbstbestimmungsgesetz zu missbrauchen.

    Die Verhandlung in Pilsen war geprägt von einem Befangenheitsantrag, den Liebich gegen die Vorsitzende Richterin stellte. Dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt, und das Gericht entschied schließlich, dass die Auslieferung an Deutschland erfolgen soll. Liebich äußerte in der Verhandlung, dass er nicht ausgeliefert werden wolle, da er befürchte, in einem deutschen Männergefängnis ums Leben zu kommen.

    Aktuell befindet sich Liebich in vorläufiger Auslieferungshaft im Gefängnis von Pilsen, das als eines der härtesten Gefängnisse Tschechiens gilt. Dort sind über 1.200 Häftlinge untergebracht, die meisten von ihnen sind Schwerverbrecher. Die Bedingungen in diesem Gefängnis sind als sehr schwierig bekannt.

    Die Entscheidung über die Auslieferung ist noch nicht rechtskräftig. Liebich hat acht Tage Zeit, um beim Oberlandesgericht in Prag Beschwerde einzulegen. Sollte das OLG die Auslieferung bestätigen, wird Liebich voraussichtlich in die Justizvollzugsanstalt nach Chemnitz gebracht, wo er seine Strafe absitzen soll. Dies könnte jedoch durch die Ankündigung der Behörden in Halle (Saale), den Geschlechterwechsel rückgängig machen zu wollen, beeinflusst werden.

    Die Hintergründe dieser Entscheidung sind komplex. Liebich war nach seiner Verurteilung im August 2025 nicht zum Haftantritt erschienen und wurde daraufhin europaweit gesucht. Seine Festnahme erfolgte schließlich am 9. April 2026 in Tschechien, nachdem er monatelang auf der Flucht war. Der Fall hat in Deutschland und Tschechien für viel Aufsehen gesorgt, nicht zuletzt wegen der Fragen rund um das Selbstbestimmungsgesetz und den Umgang mit verurteilten Rechtsextremisten.

    Fazit: Marla Svenja Liebich steht vor der Herausforderung, gegen die Auslieferung nach Deutschland vorzugehen. Die rechtlichen Schritte sind noch nicht abgeschlossen, und die Situation bleibt angespannt. Die Entscheidung des tschechischen Gerichts könnte weitreichende Konsequenzen für Liebich und die Diskussion um das Selbstbestimmungsgesetz haben.

    Häufige Fragen

    Wer ist Marla Svenja Liebich?
    Marla Svenja Liebich, ehemals Sven Liebich, ist ein verurteilter Rechtsextremist, der wegen Volksverhetzung und Beleidigung zu einer Haftstrafe verurteilt wurde.
    Warum wurde Liebich verurteilt?
    Liebich wurde im Juli 2023 wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu 1,5 Jahren Haft verurteilt.
    Wo sitzt Liebich derzeit in Haft?
    Aktuell sitzt Liebich in einem Gefängnis in Pilsen, Tschechien, wo die Haftbedingungen als sehr hart gelten.
    Kann Liebich gegen die Auslieferung Beschwerde einlegen?
    Ja, Liebich hat die Möglichkeit, innerhalb von acht Tagen gegen die Entscheidung des Landgerichts Beschwerde einzulegen.
    Was passiert, wenn die Auslieferung rechtskräftig wird?
    Sollte die Auslieferung rechtskräftig werden, wird Liebich an die deutschen Behörden übergeben und wahrscheinlich in das Frauengefängnis in Chemnitz gebracht.
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    Quellen: bild.de · spiegel.de · zeit.de

    Symbolbild: Gericht in Pilsen, wo Liebich verhandelt wurde. · Bild: Leonhard Lenz (CC CC0 1.0) – https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=149199133

    Auslieferung deutschland Liebich Marla Svenja Liebich Rechtsextremismus Tschechien
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