⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 04.06.2026
Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) fordert von der Bundesregierung verlässliche Rahmenbedingungen für den Ausbau erneuerbarer Energien, um die Energiewende zu beschleunigen.
- ZVDH warnt vor negativen Auswirkungen der aktuellen Regulierungen
- Mieterstrommodelle als Schlüssel zur kostengünstigen Energieversorgung
- Dringender Bedarf an Netzausbau und Smart-Metern
Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) hat sich klar gegen die aktuellen Regulierungen der Bundesregierung positioniert, die den Ausbau erneuerbarer Energien betreffen. In Anbetracht der stark gestiegenen Öl- und Gaspreise sowie der Notwendigkeit, die Netze auszubauen, warnt der ZVDH, dass die geplanten Maßnahmen nicht nur die Energiewende gefährden, sondern auch unnötige Belastungen für Mieter und Eigentümer mit sich bringen.
Was sind die Hauptforderungen des ZVDH?

Der ZVDH fordert einen entschiedenen Abbau von Bürokratie und eine verstärkte Investition in innovative Technologien. Die derzeitigen Regulierungen würden den notwendigen Ausbau der erneuerbaren Energien erheblich bremsen. Stattdessen sei es wichtig, Planungssicherheit zu schaffen und Anreize für Investitionen in Photovoltaikanlagen zu bieten.
Ein zentrales Anliegen des ZVDH ist die Förderung von Mieterstrommodellen. Diese Modelle könnten dazu beitragen, die lokale Erzeugung und Nutzung von Solarstrom in Mehrfamilienhäusern zu steigern. Viele Vermieter sind bereit, ihren Mietern günstigeren PV-Strom anzubieten, jedoch stehen sie vor hohen bürokratischen und technischen Hürden. Der ZVDH schlägt vor, einfache Lösungen zu entwickeln, die eine unkomplizierte Abrechnung ermöglichen und steuerliche Pflichten für Vermieter entlasten.
Warum sind Mieterstrommodelle wichtig?
Mieterstrommodelle bieten eine vielversprechende Möglichkeit, die Energiewende voranzutreiben und gleichzeitig die Energiekosten für Mieter zu senken. Der ZVDH hebt hervor, dass durch die lokale Erzeugung von Solarstrom nicht nur die Energiekosten gesenkt werden können, sondern auch die Netzstabilität erhöht wird. Diese Modelle müssen von der Nische in die breite Masse getragen werden, um ihre Vorteile voll auszuschöpfen.
Der ZVDH-Hauptgeschäftsführer Ulrich Marx betont, dass die Schaffung einfacher Abrechnungssysteme und wirtschaftlicher Anreize für Vermieter entscheidend sei, um mehr Eigentümer zur Investition in PV-Anlagen zu bewegen. Dies könnte nicht nur den Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigen, sondern auch zur Stabilität des Stromnetzes beitragen.
Die Dringlichkeit des Netzausbaus
- ZVDH kritisiert geplante Regulierungen der Bundesregierung
- Forderung nach Bürokratieabbau und innovativen Lösungen
- Mieterstrommodelle sollen gefördert werden
Ein weiterer zentraler Punkt, den der ZVDH anspricht, ist die Dringlichkeit des Netzausbaus. Ohne moderne Netze und intelligente Messsysteme, auch bekannt als Smart-Meter, kann die Energiewende nicht erfolgreich umgesetzt werden. Der ZVDH fordert die Politik auf, die notwendigen Weichen zu stellen, um sicherzustellen, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien nicht an veralteten Strukturen scheitert. Gerade in Zeiten hoher Energiepreise ist es wichtig, alle Möglichkeiten zu nutzen, um erneuerbare Energien auszubauen.
Zusätzlich weist der ZVDH darauf hin, dass zur Erreichung der Klimaziele eine ausgewogene Kombination aus passiver Energieeinsparung und aktiver Energieerzeugung notwendig ist. Dies erfordert einen umfassenden Ansatz, der sowohl energetische Sanierungen als auch den Ausbau erneuerbarer Energien umfasst.
Position der Taskforce Gebäudetechnik
Die Taskforce Gebäudetechnik, der auch der ZVDH angehört, hat ein Positionspapier veröffentlicht, das sich mit den Eckpunkten des Gebäude-Modernisierungsgesetzes (GMG) befasst. In diesem Papier werden verschiedene offene Fragen angesprochen, wie etwa die Ausgestaltung der Förderkulisse nach 2029 und die Verfügbarkeit von Grüngas. Auch die Vereinbarkeit der Streichung bestimmter Vorschriften des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) mit den Vorgaben der EU-Gebäuderichtlinie wird thematisiert.
Die Forderungen des ZVDH und der Taskforce Gebäudetechnik verdeutlichen die Notwendigkeit, klare und verlässliche Rahmenbedingungen für den Ausbau erneuerbarer Energien zu schaffen. Nur so kann die Energiewende erfolgreich vorangetrieben werden, um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der ZVDH klare Forderungen an die Bundesregierung stellt, um den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Die Schaffung von verlässlichen Rahmenbedingungen, die Förderung von Mieterstrommodellen und der dringende Netzausbau sind entscheidende Faktoren, um die Energiewende erfolgreich zu gestalten und die Abhängigkeit von fossilen Energien zu reduzieren.
Häufige Fragen
Was fordert der ZVDH?
Welche Probleme sieht der ZVDH in den aktuellen Regulierungen?
Wie kann Mieterstrom gefördert werden?
Warum ist der Netzausbau wichtig?
Welche Rolle spielt die Taskforce Gebäudetechnik?
Quellen: Google News
Symbolbild: Dach mit Solaranlagen für erneuerbare Energie · Bild: Kevin Krejci (CC BY 2.0) – https://www.flickr.com/photos/48889057888@N01/2278697458
