⏱ 2 Min. Lesezeit · Stand: 31.05.2026
Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic steht vor erheblichen finanziellen Herausforderungen und erhält zusätzliche Bundessubventionen, während gleichzeitig ein Stellenabbau angekündigt wurde.
- Bundesrat erhöht Subventionen für Swissmedic
- 45 Stellen müssen abgebaut werden
- Mediensprecher Alex Josty geht in den Ruhestand
- Zusätzliche Subventionen: 2,7 Millionen Franken
- Stellenabbau: 45 von 510 Vollzeitstellen
- Verlust 2024: 23,4 Millionen Franken
Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic sieht sich gegenwärtig mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert. Der Bundesrat hat am 28. Mai 2026 beschlossen, zusätzliche Subventionen in Höhe von 2,7 Millionen Franken bereitzustellen, um die angespannte finanzielle Lage des Instituts zu entlasten. Diese Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund eines bereits angekündigten Stellenabbaus, der in den kommenden zwei Jahren rund 45 der insgesamt 510 Vollzeitstellen betreffen wird.
Was geschah mit Swissmedic?
Die Herausforderungen für Swissmedic sind nicht neu. Im Jahr 2024 musste das Institut einen Verlust von 23,4 Millionen Franken verzeichnen. Diese finanziellen Schwierigkeiten sind auf sinkende Einnahmen und steigende Kosten zurückzuführen. Auch für das Jahr 2025 und die Folgejahre rechnet Swissmedic unter den gegenwärtigen Bedingungen mit weiteren Defiziten, was die Notwendigkeit von Sparmaßnahmen und Umstrukturierungen unterstreicht.
Um die finanziellen Probleme zu bewältigen, hat der Institutsrat mehrere Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation beschlossen. Der Bundesrat hat die zusätzlichen Subventionen jedoch an die Bedingung geknüpft, dass diese Sanierungsmaßnahmen vollständig umgesetzt werden. Für das Jahr 2027 wird eine Erhöhung des Bundesbeitrags von derzeit 19,3 Millionen auf 22 Millionen Franken in Aussicht gestellt. Für die Jahre 2028 bis 2030 soll der Beitrag im Rahmen der Genehmigung der neuen strategischen Ziele im vierten Quartal 2026 festgelegt werden.
Stellenabbau und Veränderungen im Kommunikationsteam
Der angekündigte Stellenabbau betrifft auch das Kommunikationsteam von Swissmedic, das aus etwa zehn Personen besteht. Eine Vollzeitstelle wird in diesem Bereich gestrichen, was die Kommunikationsstrategie des Instituts erheblich beeinflussen könnte. Der langjährige Mediensprecher Alexander Josty wird frühpensioniert und hat in einer Abschiedsmail an die Redaktionen seine Dankbarkeit für die Zusammenarbeit ausgedrückt. Josty wird künftig in einem kleinen Pensum in einem Käseladen in Bern arbeiten.
Die Sparmaßnahmen bei Swissmedic stehen nicht im Zusammenhang mit dem Abbau der Öffentlichkeitsarbeit in der Bundesverwaltung, wie Josty auf Nachfrage klargestellt hat. Die genauen Auswirkungen dieser Reduktion im Innendepartement, von dem Swissmedic abhängt, müssen noch definiert werden.
Fazit
Die Situation bei Swissmedic ist angespannt, da das Institut sowohl mit finanziellen Herausforderungen als auch mit einem Stellenabbau konfrontiert ist. Die zusätzlichen Subventionen des Bundes könnten eine vorübergehende Entlastung bieten, doch die langfristige Stabilität des Instituts hängt von der erfolgreichen Umsetzung der geplanten Sanierungsmaßnahmen ab.
Häufige Fragen
Was ist Swissmedic?
Warum erhält Swissmedic zusätzliche Subventionen?
Wie viele Stellen werden bei Swissmedic abgebaut?
Wer ist der Mediensprecher von Swissmedic?
Wie hoch war der Verlust von Swissmedic im Jahr 2024?
Symbolbild: Swissmedic erhält neue Subventionen · Bild: Universität Salzburg (NaWi-AV-Studio) (CC BY 2.0) – https://www.flickr.com/photos/82751750@N02/34448596402
