⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 04.06.2026
Ein schwerwiegender Oberleitungsschaden in Hannover hat am 4. Juni 2026 zu erheblichen Störungen im Bahnverkehr geführt. Die Deutsche Bahn und andere Betreiber informieren über Verspätungen und Ausfälle.
- Oberleitungsteile in Hannover gestohlen
- Reparaturarbeiten laufen auf Hochtouren
- Ersatzbusse pendeln zwischen betroffenen Haltestellen
- Ort: Hannover
- Datum: 04.06.2026
- Betroffene Strecken: Hannover-Berlin, RE2, RE30, RE70
- Zahl der Reisenden: ca. 200
- Ursache: Diebstahl von Mastankern
Am 4. Juni 2026 kam es in Hannover zu einem schwerwiegenden Oberleitungsschaden, der den Bahnverkehr erheblich beeinträchtigt hat. Laut Angaben der Deutschen Bahn wurden mehrere Mastanker gestohlen, was zu einer Instabilität der Oberleitung führte. Dies führte dazu, dass ein ICE in der Nacht mit einem abgerissenen Stromabnehmer anhalten musste, wodurch rund 200 Reisende evakuiert wurden.
Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts des besonders schweren Diebstahls und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen. Ein Sprecher der Bundespolizei bestätigte, dass Metallteile aus der Erdverankerung gestohlen wurden. Diese Teile sind entscheidend für die Stabilität der Oberleitung, die die elektrischen Züge mit Strom versorgt.
Die Reparaturarbeiten am Stopp Karl-Wiechert-Allee in Hannover laufen auf Hochtouren. Ein Sprecher der Deutschen Bahn erklärte, dass alles unternommen werde, um die Züge noch am Abend des 4. Juni wieder planmäßig fahren zu lassen. Die Störung betrifft nicht nur den Fernverkehr, sondern auch S-Bahnen und Regionalzüge.
Auf den betroffenen Strecken, darunter die wichtigen Verbindungen zwischen Aachen und Berlin sowie Amsterdam und Berlin, kommt es zu erheblichen Verspätungen und Ausfällen. Die S-Bahn-Linien S3, S6, S61 und S7 sind ebenfalls betroffen, was zu einer massiven Überlastung der Strecken führt. Der Regionalexpress RE2 zwischen Hannover und Göttingen fährt mit Verspätungen von bis zu 60 Minuten.
Wegen der Überlastung müssen die Züge auf andere Züge warten oder hinter langsameren Bahnen hinterherfahren. Dies hat zur Folge, dass einige Verbindungen nur teilweise bedient werden können, um Verspätungen abzubauen. Die unter der Marke Enno betriebenen Verbindungen des RE30 fahren nur von Lehrte über Gifhorn nach Wolfsburg. Von Hannover Hauptbahnhof nach Lehrte pendeln Ersatzbusse, um die Reisenden zu unterstützen.
Die Westfalenbahn hat bekannt gegeben, dass die Züge auf der Linie RE70 zwischen Hannover und Braunschweig bis zum Abend ausfallen werden. Die Deutsche Bahn und die Betreiber der Regionalzüge informieren die Reisenden über ihre Webseiten über die aktuelle Lage und mögliche Alternativen.
Der Diebstahl von Oberleitungsteilen ist ein bekanntes Problem im Bahnverkehr. Sogenannter Buntmetalldiebstahl, bei dem Kupfer, Zink und andere Metalle entwendet werden, führt bundesweit zu erheblichen Störungen. Laut einer Broschüre der Bundespolizei und der Deutschen Bahn hat dieser Diebstahl im Jahr 2024 zu rund 40.000 Minuten Verspätung geführt.
Diese Vorfälle verdeutlichen die Herausforderungen, vor denen die Bahnindustrie steht, nicht nur in Bezug auf die Instandhaltung der Infrastruktur, sondern auch im Hinblick auf die Sicherheit der Reisenden. Die Deutsche Bahn und die Bundespolizei arbeiten zusammen, um die Täter zu ermitteln und solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.
Häufige Fragen

Was ist der Grund für die Störungen im Bahnverkehr?
Welche Strecken sind betroffen?
Wie lange dauern die Störungen voraussichtlich an?
Gibt es Ersatzverkehr?
Wie viele Reisende sind betroffen?
Quellen: ndr.de · spiegel.de · butenunbinnen.de
Symbolbild: Oberleitungsschaden beeinträchtigt Bahnverkehr · Bild: jurvetson (CC BY 2.0) – https://www.flickr.com/photos/44124348109@N01/4613679797
