⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 02.06.2026
Der Kölner Dom, eine der bekanntesten Kirchen Deutschlands, wird ab Juli 2026 erstmals Eintritt kosten. Die Gebühr von zwölf Euro soll zur Deckung gestiegener Kosten beitragen.
- Eintritt ab 1. Juli 2026: 12 Euro
- Gottesdienste und Gebete kostenlos
- Ermäßigungen für bestimmte Gruppen
Der Kölner Dom, eines der bedeutendsten Wahrzeichen Deutschlands, wird ab dem 1. Juli 2026 für Besucher kostenpflichtig. Der Eintrittspreis beträgt 12 Euro. Diese Entscheidung wurde vom Domkapitel getroffen, um die gestiegenen Kosten für Pflege, Schutz und den laufenden Betrieb des Doms zu decken.
Was sind die Hintergründe der Eintrittsgebühr?

In den letzten Jahren hat das Domkapitel festgestellt, dass die finanziellen Rücklagen des Kölner Doms aufgebraucht sind. Seit 2019 wurden sechs Jahre in Folge Defizite verzeichnet, die zunächst durch Rücklagen ausgeglichen werden konnten. Domrendant Clemens van de Ven erklärte, dass die Reserven nun aufgebraucht sind, was die Einführung eines Eintrittspreises notwendig macht.
Die Diskussion über eine Eintrittsgebühr begann bereits im März 2026 und führte zu einer intensiven Debatte innerhalb der Stadtgesellschaft. Befürworter argumentieren, dass viele andere berühmte Kathedralen in Europa ebenfalls Eintritt verlangen, wie zum Beispiel die Sagrada Familia in Barcelona oder der Mailänder Dom.
Wer bleibt vom Eintritt befreit?
- Eintrittspreis: 12 Euro
- Startdatum: 1. Juli 2026
- Kostenlos für Gottesdienstbesucher und Kinder bis 13 Jahre
Trotz der neuen Eintrittsregelung bleibt der Zugang für Gottesdienstbesucher weiterhin kostenlos. Auch Kinder bis zum Alter von 13 Jahren können den Dom ohne Eintrittsgebühr besuchen. Zudem wird es für bestimmte Gruppen wie Schüler ab 14 Jahren, Studierende und Sozialpassinhaber ermäßigte Preise geben.
Das Domkapitel hat außerdem festgelegt, dass der Zugang zu bestimmten Bereichen für Opferlichter und stilles Gebet weiterhin kostenlos bleibt. An bestimmten Tagen im Jahr, wie dem 6. Januar (Fest der Heiligen Drei Könige) und dem 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit), wird der Besuch für alle kostenfrei sein.
Wie reagieren die Kölner auf die neue Regelung?
Die Ankündigung einer Eintrittsgebühr hat in Köln gemischte Reaktionen ausgelöst. Einige Bürger und Prominente befürchten, dass der Dom seine Funktion als offenes Herz der Stadt verlieren könnte. Kritiker argumentieren, dass der Kölner Dom, ähnlich wie Notre-Dame in Paris oder der Petersdom in Rom, für alle zugänglich bleiben sollte, ohne dass eine Gebühr erhoben wird.
Dompropst Guido Assmann betonte jedoch, dass das wichtigste Ziel darin besteht, den Charakter des Doms als Gotteshaus zu bewahren. Er versicherte, dass der Zugang für Gebete und Kerzenanzünden auch in Zukunft möglich sein wird.
Fazit
Die Einführung eines Eintrittspreises für den Kölner Dom ab dem 1. Juli 2026 markiert einen bedeutenden Wandel für eines der meistbesuchten Bauwerke Deutschlands. Während der Zugang zu Gottesdiensten und bestimmten Gebetsbereichen weiterhin kostenlos bleibt, wird die Gebühr von 12 Euro für Touristen zur Finanzierung der laufenden Kosten notwendig. Die Diskussion um die Zugänglichkeit und den Charakter des Doms wird sicherlich auch in Zukunft ein wichtiges Thema in der Stadt bleiben.
Häufige Fragen
Wann wird der Eintritt für den Kölner Dom eingeführt?
Wer muss Eintritt zahlen?
Gibt es Ermäßigungen für den Eintritt?
Bleibt der Zugang für Gebete kostenlos?
Warum wird ein Eintrittspreis erhoben?
Quellen: web.de · t-online.de · www1.wdr.de
Symbolbild: Besucher am Kölner Dom · Bild: Catedrales e Iglesias (CC BY 2.0) – https://www.flickr.com/photos/12950131@N06/15478368250
