⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 01.06.2026
Aldi Suisse gibt bekannt, dass es sich auf seine Discounter-Wurzeln zurückbesinnt und umfassende Änderungen in Sortiment und Filialen plant, um die Preise zu senken.
- Aldi Suisse reduziert Filialen in teuren Lagen.
- Das Sortiment wird verstärkt auf Eigenmarken fokussiert.
- Über 700 Produkte wurden bereits preislich gesenkt.
In einer aktuellen Medienmitteilung hat Aldi Suisse am 1. Juni 2026 umfassende Veränderungen in seiner Unternehmensstrategie angekündigt. Der Detailhändler plant eine Rückbesinnung auf seine Discounter-Wurzeln, um die Kosten zu senken und die Preise für die Kunden dauerhaft zu reduzieren. Aldi-Chef Jérôme Meyer betont, dass das Unternehmen alles hinterfragt hat, was unnötige Kosten verursacht und somit Einsparungen erzielt werden können, die in tiefere Preise fließen sollen.
Der Schritt kommt nicht von ungefähr, denn in den letzten Monaten war Aldi in der Detailhandelsbranche kaum wahrnehmbar. Während Konkurrenten wie Lidl mit einem erfolgreichen Kundenbindungsprogramm wachsen, hat Aldi beschlossen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Meyer erklärt: „Nichts Unnötiges, kein Chichi – einfach tiefe Preise.“ Diese Aussage verdeutlicht den neuen Kurs des Unternehmens, das sich wieder stärker auf die klassischen Elemente des Discountmodells fokussieren möchte.
Was sind die konkreten Änderungen bei Aldi Suisse?

Aldi Suisse wird künftig auf teure Filialstandorte verzichten und sich von Nischenprodukten sowie aufwendigen Kundenbindungsprogrammen abwenden. Dies bedeutet konkret, dass Filialen in besonders teuren Lagen, wie etwa in der Nähe der Zürcher Bahnhofstrasse, geschlossen oder umgebaut werden. Ziel ist es, die Abläufe effizienter zu gestalten und das Sortiment übersichtlicher zu präsentieren.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die verstärkte Ausrichtung auf Eigenmarken. Diese machen bereits rund 90 Prozent des Angebots aus und werden durch Schweizer Produkte sowie Artikel aus den eigenen Bio-Linien ergänzt. Durch diese Fokussierung möchte Aldi nicht nur Kosten sparen, sondern auch die Qualität und Verfügbarkeit der Produkte für die Kunden verbessern.
Wie reagiert die Branche auf die Neuerungen?
- Datum: 01.06.2026
- Anzahl Filialen: über 242
- Einsparungen: über 700 Produkte preislich gesenkt
Die Reaktionen auf die angekündigten Veränderungen sind gemischt. Branchenkenner bemerken, dass Aldi mit diesen Maßnahmen einen klaren Seitenhieb gegen Lidl ausführt, der derzeit erfolgreich Marktanteile gewinnt. Lidl hat sein Kundenbindungsprogramm Lidl Plus massiv ausgebaut und wächst in der Schweiz zweistellig. Aldi hingegen möchte mit seinem neuen Ansatz vor allem die Preistransparenz für die Kunden erhöhen und den Fokus auf einfache Preisangebote legen, anstatt in komplexe Treueprogramme zu investieren.
Die Frage bleibt, ob Aldi mit dieser Strategie die verlorene Kundschaft zurückgewinnen kann. Die angekündigten Preisreduzierungen sind ein erster Schritt in diese Richtung. Meyer hat betont, dass die Einsparungen aus den Umstrukturierungen direkt in niedrigere Preise fließen sollen, um den Kunden jederzeit den günstigsten Preis zu bieten, ohne dass sie Aktionen vergleichen oder Punkte sammeln müssen.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Aldi Suisse mit seiner Rückbesinnung auf die Discounter-Strategie versucht, sich in einem hart umkämpften Markt neu zu positionieren. Die geplanten Maßnahmen zur Kostenreduktion und die Fokussierung auf Eigenmarken könnten dem Unternehmen helfen, wieder an Wettbewerbsfähigkeit zu gewinnen. Ob diese Strategie langfristig erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten.
Häufige Fragen
Was plant Aldi Suisse?
Wie viele Filialen hat Aldi Suisse?
Welche Produkte werden günstiger?
Wie reagiert Aldi auf die Konkurrenz?
Was sind die neuen Ziele von Aldi Suisse?
Quellen: blick.ch · schweizerbauer.ch · lebensmittelzeitung.net
Symbolbild: Aldi Suisse: Discounter-Strategie im Fokus · Bild: Walmart Corporate (CC BY 2.0) – https://www.flickr.com/photos/50128414@N05/5684811762
