⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 04.06.2026
Japan beabsichtigt, im Juni 2026 Verhandlungen mit dem südamerikanischen Handelsblock Mercosur aufzunehmen, um ein wirtschaftliches Partnerschaftsabkommen zu erreichen.
- Japan will Handelsabkommen mit Mercosur
- Ziel: Zugang zu Rohstoffen und Senkung von Zöllen
- Besonders die Automobilindustrie profitiert
Japan plant, im Juni 2026 Verhandlungen mit dem südamerikanischen Handelsblock Mercosur aufzunehmen, um ein wirtschaftliches Partnerschaftsabkommen (EPA) zu erreichen. Diese Gespräche sind Teil einer Strategie, um alternative Quellen für Öl und strategische Mineralien zu erschließen und die Zölle auf japanische Autos in dieser wachstumsstarken Region zu senken.
Was ist Mercosur?

Mercosur, auch bekannt als der Sü Mercosur, ist ein Handelsblock in Südamerika, der Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay und Bolivien umfasst. Der Block hat ein kombiniertes BIP von etwa 3 Billionen US-Dollar und ist ein bedeutender Exporteur landwirtschaftlicher Produkte und Mineralien. Die Schaffung eines Handelsabkommens mit Japan könnte die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen diesen Ländern weiter stärken.
Warum verhandelt Japan mit Mercosur?
- Datum: 4. Juni 2026
- Geplante Gespräche: Juni 2026
- Teilnehmer: Japan, Brasilien, Argentinien
Die japanische Regierung möchte ihre Abhängigkeit von traditionellen Rohstofflieferanten verringern, insbesondere angesichts der hohen Zölle der USA und der Exportbeschränkungen Chinas für seltene Erden. Japan will auch sicherstellen, dass es im Wettbewerb mit europäischen Herstellern nicht ins Hintertreffen gerät, insbesondere nachdem das Handelsabkommen zwischen Mercosur und der Europäischen Union in Kraft trat.
Der japanische Premierminister Sanae Takaichi wird voraussichtlich während eines Treffens mit dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva beim G7-Gipfel in Frankreich über die bevorstehenden Verhandlungen sprechen. Die Automobilindustrie, die in Japan eine zentrale Rolle spielt, hat ein großes Interesse an den Verhandlungen, da die durchschnittlichen Zölle in Ländern wie Brasilien und Argentinien über 13 % liegen.
Welche Vorteile könnte ein Handelsabkommen bieten?
Ein erfolgreiches Handelsabkommen zwischen Japan und Mercosur könnte die Zölle auf japanische Autos und Autoteile erheblich senken. Dies würde es Unternehmen wie Toyota, Honda und Nissan ermöglichen, wettbewerbsfähiger auf dem südamerikanischen Markt zu agieren. Derzeit gibt es keinen Export von Fahrzeugen aus Mercosur nach Japan, während japanische Marken wie Lexus und Subaru weiterhin nach Südamerika exportieren.
Darüber hinaus könnte Japan durch den Zugang zu Rohstoffen wie brasilianischem Öl und Lithium seine Energieversorgungssicherheit erhöhen. Der Bedarf an strategischen Mineralien wächst, da Japan seine Abhängigkeit von Mittleren Osten-Rohstoffen verringern möchte.
Fazit
Die bevorstehenden Verhandlungen zwischen Japan und Mercosur könnten weitreichende Auswirkungen auf die Handelsbeziehungen zwischen Japan und den südamerikanischen Ländern haben. Durch den Zugang zu wichtigen Rohstoffen und die Senkung von Zöllen könnte Japan seine wirtschaftliche Position in der Region stärken und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit seiner Automobilindustrie verbessern.
Häufige Fragen
Was ist Mercosur?
Warum verhandelt Japan mit Mercosur?
Welche Rohstoffe sind für Japan wichtig?
Wann beginnen die Verhandlungen?
Welche Unternehmen könnten von einem Abkommen profitieren?
Quellen: asia.nikkei.com · nippon.com · en.clickpetroleoegas.com.br
Symbolbild: Verhandlungen über Mercosur und Japan · Bild: JLaw45 (CC BY 2.0) – https://www.flickr.com/photos/27665395@N05/4988574608
